RWTH Aachen University
Portrait:
Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen ist gemessen an der Studentenzahl mit mehr als 45.000 Studierenden und 550 Professoren die zweitgrößte technische Universität Deutschlands. Bei nationalen wie internationalen Rankings erreicht die Universität stets Topplatzierungen. Sie bezieht unter den deutschen Universitäten die höchste Drittmittelförderung und wurde von den 500 größten deutschen Unternehmen in den Kategorien Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Naturwissenschaften stets unter die TOP 3 gewählt. Laut Times Higher Education World University Ranking zählt die Hochschule zu den besten 100 Universitäten weltweit. Des Weiteren ist sie Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.
Das Institut für Schienenfahrzeuge und Transportsysteme (IFS) beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit Schienenfahrzeugen und seinen Komponenten. Es werden Fragestellungen in den Bereichen Leichtbau und Strukturintegrität, Fahrdynamik und Schwingkomfort, Rad/Schiene-Interaktion, assistiertes und fahrerloses Fahren sowie Zustandsüberwachung bearbeitet. International ist das IFS unter den Universitäten im Eisenbahnsektor angesehen für sein langjähriges Knowhow in den Bereichen Fahrwerksentwicklung, Antriebskonzepte, datenbasierter Zustandsüberwachung und Automatisierung von Schienenfahrzeugen.
Das Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe (ISEA) ist seit mehr als 50 Jahren in den Forschungsthemen Leistungselektronik und elektrische Antriebe tätig. Der Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung von innovativen Komponenten, Regelungen und Systemkonzepten auf den Gebieten Traktions- und Automobiltechnik, Energieversorgung, Industrietechnik sowie Haushaltstechnik.
Tätigkeiten im Projekt:
Das IFS hat das Konzept des Aachener Rail Shuttles entwickelt und übernahm die Projektadministration. Innerhalb des Konsortiums koordinierte das Institut das Projektgeschehen sowie die Abstimmung der Partner untereinander. Es war eng in die Entwicklung und Konstruktion eingebunden. Hier brachte das IFS seine umfangreiche Expertise im Bereich Fahrwerksentwicklung ein und unterstützte die Konstrukteure mit Simulationen zur Sicherheit gegen Entgleisen und zum Fahrkomfort.
Bei der Auslegung der passiven Sicherheit gemäß EN 15227 wurden software-gestützte dynamische Berechnungen für die relevanten Crashfälle durchgeführt. Für die Integration des Antriebsstrangs, des Bremssystems, elektrischer Komponenten und weiterer Zukaufbauteile setzte das IFS das Anforderungsmanagement um und definierte die Schnittstellen. Die softwareseitige Fahrzeugsteuerung auf der einen sowie die Auslegung und Planung der Elektrik auf der anderen Seite wurde mit Unterstützung durch Hörmann Vehicle Engineering durchgeführt. Während der Fertigung wirkte das IFS als Bindeglied zwischen Konstruktion, Fertigung und Montage, organisierte die zeitliche Abfolge und stand den Partnern beratend zur Seite.
Das ISEA übernahm die Auslegung und Beschaffung der Batterie und erstellte ein Modell zur Leistungsfähigkeit des Elektromotors.